January 21, 2020 at 1:48 PM
Hallo Louis,

 

erst einmal herzlich willkommen hier und sehr schön, dass du dich für das Schmieden interessierst.

Im Rhein-Main-Gebiet ist es schwer, kleinere Mengen Schmiedekoks zu bekommen. Die üblichen Bezugsquellen sind

1. Kohlen- und Frachtkontor GmbH in Duisburg https://www.kfk-duisburg.de/brennstoffe-kohle/
2. PPS-Stade https://www.pps-stade.de/steinkohle/schmiedekohlekoks.html
3. Paligo in Bischofswerda https://www.paligo.de/kohle/

Allesamt liegen die recht weit weg und der Versand dürfte entsprechend teuer sein. Du kannst es einmal im örtlichen Raiffeisenmarkt versuchen. Oft führen die den Steinkohlekoks von Heizprofi in 25 kg Säcken. Weiter kannst du einmal bei Schott Bau- und Brennstoffhandel GmbH in Mommenheim anrufen. http://www.schott-baustoffe.de/ Die haben auf jeden Fall Schmiedekohle.

Alternativ würde ich regelmäßig in Ebay Kleinanzeigen hinein schauen. Dort werden oft Restbestände an Heizkoks teilweise zum Verschenken angeboten, weil die Häuser geräumt werden und der Koks ansonsten teuer als Bauschutt entsorgt werden müsste. Nachteil ist halt, dass du den Koks noch etwas klein schlagen müsstet.

Unterm Strich kann es - wenn man die Versandkosten mit berücksichtigt - günstiger sein, im örtlichen Handel Holzkohle für 80-90 ct. pro Kilo zu kaufen. Denn Holzkohle ist recht effektiv zum Erwärmen. Es scheint einem nur so, dass man viel Kohle verbraucht, weil die Holzkohle eben viel Volumen hat.

Glück Auf!

Folgt PARX auf Instagram https://www.instagram.com/parxforging/
Last edit: January 21, 2020 at 1:49 PM, PARX

P.F.P. Peddinghaus 30kg - Details für Neuling

January 21, 2020 at 8:54 AM

Hallo liebe Community,

bei der Recherche zu einem Amboss bin ich auf euer Forum gestoßen und habe mich heute ganz neu angemeldet.

Wenngleich es euch sicherlich das Herz bricht, ich bin kein wirklicher Schmied. Vielmehr begeistere ich mich für schönes Werkzeug und bin handwerklich auch nicht ganz ungeschickt. Daher bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Amboss.

Von Peddinghaus bin ich recht angetan, doch anfangs sollte es nur ein ganz kleiner sein. Ja, ich weiß darum, das ein Amboss mehr wiegen sollte, als man selbst...zumal ich nicht auf Reisen bin uns es somit anders begründen könnte.

Egal, ich habe im Netz den 30kg, süddeutsche Form mit 2 Hörner gefunden, siehe Bilder anbei.

Könnt ihr mir etwas zum Alter und Zustand sagen?

1)
Die Bildmakre "PFP" wurde später ja durch "Ridgid" ergänzt, somit müsste das Teil von davor sein. leider weiß ich jedoch nichts genaues. Lässt das PFP Rückschlüsse aufs alter zu? Eine Jahreszahl konnte ich nämlich auf dem Amboss nicht entdecken.

2)
Verwundert bin ich auch über die Beschaffenheit der Bahn. Irgendwie scheint die Kerben zu haben. Bei (Gesenk-)Geschmiedet doch eigentlich so nicht möglich? Oder ist das etwa aus (Grau-)Guss?

3)
Komisch finde ich auch die schwarze Farbe. Ist ein Peddinghaus um Ur-Zustand nicht "nackt"?


Ich hoffe ihr könnte mir weiterhelfen. Derzeit habe ich den Amboss nämlich noch nciht käuflich erworben. 350-400€ fände ich auch sehr hoch. Vielleicht gibt es mit den Antworten auf meine Fragen aber Argumente am Preis was zu machen, oder ganz Abstand zu nehmen.

DANKE! 

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Last edit: January 21, 2020 at 8:56 AM, Tom

Bezugsquelle für Koks?

January 20, 2020 at 9:23 PM
Guten Tag,
ich bin neu im Forum und ebenso im Schmieden. Ich schmiede mit einer Feldesse und Koks, habe jedoch keine Kenntnisse, wo man Koks zum schmieden kaufen kann. Ich stamme aus dem Raum Frankfurt und möchte (da ich erst 16 bin und nicht unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung habe) das Koks regional kaufen und nicht übers Internet. Habt ihr Tipps für mich, woher ich das Koks (auch in größeren Mengen) beziehen kann? Auch wäre es für mich interessant zu wissen, wo ihr euere Kohle/Koks kauft.
Gruß Louis

Korkenzieher

January 20, 2020 at 7:02 PM

Habe mich einmal an einem Korkenzieher versucht. Ausgangsmaterial war ein 8mm Rundmaterial. 

 

Attachments:

January 19, 2020 at 2:01 PM

Moin

 

Hab mich auch mal angemeldet.

Als Kritik: da ich nur Unterwegs mit Tablet online bin, ist mir leider die Schrift zu klein u. zu grau, (knapp 2mm hoch). Mit etwas Umgebungslicht ist das nicht zu lesen! Etwas mehr Kontrast waer schoen. An den Rest muss man sich halt iwie. gewoehnen.

 

Gruss

           Alex

Stahl---ist Männerknete!

Alte Literatur aus dem Schmiede und Kunstschlosserhandwerk

January 19, 2020 at 11:36 AM

durch einen glücklichen Zufall, bin ich an alte Aufzeichnungen und Berufsschulbücher aus dem Schmiede und Kunstschlosserhandwerk gekommen. Zu den Errungenschaften  gehört auch dieses original Prüfungszeugnis und Lehrbrief aus dem Jahre 1906, aus Tarnowitz heute Polen.

Und ist das Leben noch so trübe, hoch die Rübe.

Attachments:

Last edit: January 19, 2020 at 11:37 AM, Manfred
January 17, 2020 at 5:22 PM
Der ist ja süß
January 16, 2020 at 10:49 PM
Moin, Edgar
Tolle Esse hast du dir gebaut!
Den Gasverbrauch kann man am besten uebers Gewicht messen. Ich hab dafuer eine billige, digitale Kofferwaage.
Ich brauch das, um zu beurteilen ob es sich noch lohnt eine Flasche mitzunehmen. Leergewicht steht ja auf der Buddel drauf. Du kannst dir ja ne "Eieruhr" stellen und nach ner Stunde nachwiegen.
Zum Zunder: Die Oxydschicht entsteht halt nur mit Sauerstoff, da hast du wohl etwas Ueberschuss in der Flamme- mit der Einstellung kannst du ja noch spielen!
Viel Spass damit!


Gruss
            Alex
Stahl---ist Männerknete!
January 16, 2020 at 9:42 PM
Alles klar, die Flasche nicht kochen
mal schauen, wenn ich nächstes mal arbeite ob das eis stört, warmes wasser bekomm ich um die jahreszeit eh nirgendwoher.
Wie bekomme ich den Verbrauch raus? Theoretisch müsste er sich ja aus dem Durchfluss errechnen lassen, ich messer ja den Druck und hab den Düsendurchmesser. Ich denke keiner redet über den Verbrauch weil sie zu faul zum rechnen sind, der druck ist ja nur abzulesen.
Wieviel zoll meine rohre haben bzw was es genau ist weiß ich nicht, glaub das sind reste von opa.
Ich bin auf jeden fall gespannt wie lange die erste volle Gasflasche reicht die ich da anschließen werde. Muss die ja zur zeit mit dem Fahrrad, ÖPNV, oder meiner Mutter kaufen gehen... Führerschein ist aber in der Mache
January 16, 2020 at 9:01 PM

Hallo Edgar, wenn nichts gerissen ist, ist doch die Welt in Ordnung. Ich habe mir einen Gasofen aus Feuerleichtsteinen gebaut. Auch mit Gebläsebrenner. Ich habe einen 40W Radiallüfter verwendet und steuer die Luft mit einem 1 1/2" Heizungsschieber. Der Brenner ist aus 1 1/2"  Wasserrohr gebaut und geht mit einem Übergang auf 2" Endrohr mit Sieb. Ich verwende auch eine 0,6mm Stromdüse für das Gas.
Ich liege beim Schmieden bei einem Gasverbrauch von ca. 1,2 kg/h. Schweißen habe ich noch nicht probiert. Wie ist der Gasverbrauch bei Deiner Esse? Alle Gasessenbauer reden immer nur vom Druck, auf die Verbrauchsfrage habe ich nie eine Antwort bekommmen, bzw. etwas in den Beiträgen gefunden.

Die Flasche vereist, weil in ihr das flüssige Gas verdampft, dazu holt es sich die notwendige Wärme aus der Umgebung. Es hilft sehr, wenn Du die Gasflache in einen großen Maurerkübel voll Wasser stellst. Die Wassermenge hat eine sehr große Wärmekapazität, bis das kalt ist dauert. Aber Achtung! Das Wasser sollte zu Anfang nicht wärmer sein als die Flasche, heizt Du sie auf , läufst Du Gefahr, daß der Druck zu hoch wird und die Flasche über die Berstscheibe abbläst. Das kann böse Folgen haben, besonders wenn Zündquellen in der Nähe sind. Da ist Dein "BER" schnell zum UFO mutiert.

 

 

 

Gruß   Christoph
 
 
Wasser trinkt der Vierbeiner, der Mensch findet Bier feiner.
January 16, 2020 at 7:12 PM
Uff, hatte nen Beitrag geschrieben und dann hat sich mein PC abgeschossen vorm abschicken
ne den Trick mit den Schweinebosten kenn ich nicht, sehr cool
Bisher ist aber noch nix gerissen oder so.
Gestern hab ich das erste mal drin geschmiedet. Lief super und hat endlich wieder richtig Spaß gemacht, ich hab den Riegel für meinen Schuppen fast fertig und ganz nebenbei noch ein Damastpaket geschweißt und ausgereckt, man kann mit der Esse super mit 2 oder 3 Eisen im Feuer arbeiten, mir ist nichts überhitzt aber es wird genau so schnell (gößere Sachen schneller) warm, wie in der Kohlenesse.
Habe sie auf 0,25-0,5 Bar betrieben, man kann offenbar doch geringere Drücke als 0,5 Bar einstellen damit.
Schweißhitze war damit machbar, allerdings auch eine recht starke Verzunderung.
Etwas erschreckt hat mich, wie schnell das Borax den Zement angreift. Es hat sich jetzt schon reingefressen, ich muss da wirklich etwas rein legen (nen Opferstein, oder ne Gusseisenplatte)
Toll finde ich auch dass ich längere Sachen im Stück warm bekomme, zum ausrecken ist das sehr angenehm.
Das Damastpaket habe ich drin auch weichgeglüht bekommen, auch da sehe ich den Vorteil gegenüber der Kohle- wenn die türen geschlossen und die Brenneröffnung abgedeckt ist, hält sie die Hitze sehr lang. Nach einigen Stunden schmieden wurde es erst außen warm.
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Ich habe nicht so viel Ahnung von Gas, ist es schlimm dass die Flasche einfriert? Der Druck schien etwas nachzulassen, kann aber auch sein dass die Flasche langsam alle ist- ich habe das ganze Dach gemacht mit der.
Bin momentan wie ihr merkt recht begeistert davon, kanns kaum erwarten wieder zum Schmieden zu kommen und den Riegel und andere liegen gebliebene Projekte fertig zu machen, ich will mir auch endlich nen 1,5 kilo Hammer in meiner bevorzugten Form machen.
VG, Edgar

January 15, 2020 at 7:41 PM

Kleiner Amboss aus einem Stück,  als Ausgangsmaterial für zwei Gprtelschnallen bzw. Buckles.  Inzwischen der Länge nach aufgeschnitten. 

January 15, 2020 at 6:32 PM

Moin Edgar, hast Du den feuerfesten Zement mit Schweineborsten angemischt? Das haben wir auf dem Raddampfer Kauser Wilhelm immer gemacht, wenn die Kesselausmauerung ausgebessert werden musste. Die verbrennen beim 1. Anheizen und erzeugen jede Menge chaotisch verteilte Risse. Das macht die Ausmauerung flexibel, sie hält dann wie ein Gewölbe, nichts platzt ab. Das sollte auch in der Gasesse helfen. Wir haben ca. 10% Borsten zugesetzt. Kriegst Du meist für lau beim Schlachter, must ev. die Klauen aussortieren.

Gruß   Christoph
 
 
Wasser trinkt der Vierbeiner, der Mensch findet Bier feiner.
January 14, 2020 at 11:04 PM
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Test- Setup: ich muss noch rausfinden wo ich sie gut hinstellen kann, irgendwo in den teil meines Schuppens wo die Decke aus beton und nicht aus Holz besteht
man beachte auch die... interessante Lösung für die Türen. die aus dem dünnen Schamottestein läuft ganz gut, der dicke ist zu schwer um ihn an der Kette zu heben bzw er hakelt immer. So kann ich sie auf jeder Höhe einstellen indem ich die kette an nem angeschweißten haken festhake. Eventuell überarbeite ich das Modell noch nach einiger praxiserfahrung.
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Hier der Gebläseaufbau, habe ich abgekupfert hier aus dem Forum, ich weiß grade nicht mehr von wem, aber es läuft prima, und dass der Staubsaugeschlauch fast ein 1 1/2" Außengewinde hat kam mir auch zupass IMG_20200114_174523010.jpg
Brenner in Aktion. Man sieht es leider etwas schlecht, handyfoto
Durch das Lochblech am Ende des Brenners hat er bei entsprechender Gebläseeinstellung viele kleine blaue Flammen die zu einer großen werden, ich habe die Esse nur mehrmals kurz angefeuert um sie einzubrennen, der Boden wo die Flamme auftrifft hat trotzdem angefangen zu glühen.
Bei stärkerem Gebläse hat der Brenner etwas gepfiffen, da werde ich morgen mal schauen wie er sich sonst noch macht.
Das Gebläse an sich ist nicht so laut.
War bisher alles eher unter 0,5 Bar bei 0,6mm Stromdüse, morgen sehe ich dann auf welche Temperaturen ich damit komme, da möchte ich den ersten Praxistest machen.
Hier noch ein wackeliges Video vom Brenntest, zum Ende hin sieht man etwas die Auswirkungen wenn ich an der Luft spiele: Gasesse test
Eigentlich wollte ich den Brenner etwas schräg einsetzen damit sich die Hitze gleichmäßiger verteilt, das war lange nicht genug, ich muss mal schauen wie ich das löse, ich denke wenn mir der Brenner immer senkrecht auf den Boden brennt geht es da vielleicht schneller kaputt.
Was mir auch aufgefallen ist: an der einen Seite scheint sich der gesamte Feuerfestbeton gesenkt zu haben, sprich oben sehe ich eine Kante Feuerfestzement, unten steht das Metall 2mm über wobei es vorher bündig war.
Eventuell mache ich mir noch einen Einsatz um den Brennraum für kleinere Arbeiten, Damast schmieden etc., zu verkürzen- die Esse ist recht lang, ich denke das könnte Gas sparen.
VG, Edgar
January 14, 2020 at 10:52 PM

Christian,danke Dir. Klinkbeschlag klin(k)t gut.  Ich hatte auch Heberiegel gefunden das kang mir zu synthetisch für einen gestandenen Dorfschmied.

Volker, bei Bern bin ich mir nicht so sicher, aber Nussbach haben die bestimmt gekannt.

Gruß   Christoph
 
 
Wasser trinkt der Vierbeiner, der Mensch findet Bier feiner.