May 19, 2020 at 10:35 PM

Bei dieser Bauweise ist keine flächige Schornsteinabdeckung nach oben nötig. Wasser kann durch ein entsprechendes Loch im 'Außenteil' des Schornsteins abfließen. Wenn dennoch eine Abdeckung gewünscht ist, sollte deren Abstand zur Oberkante des Schornsteins mindestens 1x Durchmesser desselben betragen.

Beispiel einer 'offenen' Abdeckung gegen schräg fallenden Regen: https://i.postimg.cc/wTPW76QR/lowlossstack1.jpg

- ich verwende ein ähnliches Modell mit leicht abgeschrägten Wänden

 

Der Übergang Rauchfang/Schornstein sollte nicht abrupt sondern schräg verlaufen, so wie hier: https://i.postimg.cc/wxw4Y5tV/d0866960bf2b8b6fbcd41eb7e3ea47ed.jpg

das hier auch gezeigte 'smoke shelf' schützt gegen die im Vorbeitrag erwähnten Winde und entspricht gleichzeitig in der Funktion einem Venturi.

nochmal smoke shelf https://i.postimg.cc/3RK1PWYV/Hoodless-Forge-Plan.jpg

und die modernere Variante https://i.postimg.cc/tgG2N2fX/img163.jpg

so ähnlich auch bei der Esse von Georg Reinking https://i.postimg.cc/90gLPV3S/11193211-1665715566990200-562485736-n.jpg

Haube des Rauchfangs aus der selben Schmiede: https://i.postimg.cc/bv0LC1c1/reinking-forge.jpg

und hier meine Kopie davon https://i.postimg.cc/hjDLjwJ5/rauchfang01.jpg

May 19, 2020 at 9:47 PM

Armierungsstähle aber durchaus auch regulärer Baustahl enthalten als Recyclingprodukte veränderliche Anteile an Chrom und Silizium. Diese Elemente bilden auf der Oberfläche des Stahls Oxide, die sich anders als das normale Eisenoxid nicht durch Borax lösen lassen. Um solche Stähle verlässlich zu schweißen, muss man in reduzierender bzw. schwach oxidierender Atmosphäre erhitzen oder dem Flussmittel Stoffe hinzugeben, die Kohlenstoff abgeben können, d.h. zu feinem Pulver gemahlener Koks oder Holzkohle.

April 18, 2020 at 4:31 PM

An deiner Stelle würde ich mit einfachen Stählen anfangen d.h. C75, 80CrV2, Kugellager und schauen, ob sich damit bei ordentlicher Wärmebehandlung nicht schon die gewünschten Ergebnisse erzielen lassen. Hier wird, so vermute ich, in der Serienproduktion gerne mal gepatzt. Falsch oder gar nicht normalisiert, beim Härten überhitzt, unzureichend angelassen. Folgen sind Grobkorn, Korngrenzenzementit, Restaustenit oder überschüssiger Martensit. Da gibt es grade wenn man einen einstellbaren Härteofen hat jede Menge Verbesserungsmöglichkeiten.

Wolframlegierte Stähle (1.24xx-25xx) sind extrem verschleißfest, Nickellegierte sind extrem zäh d.h. resistent gegen Ausbrüche (Bandsägenstähle z.B. 75Ni8/15N20 oder 50NiCr13). Bestimmte legierte Stähle wie 13C26/AEB-L oder 3V bieten einen Kompromiss aus beiden Eigenschaften, sind aber teuer, teilweise schwer zu bekommen und in der Wärmebehandlung aufwändig da sie tiefgekühlt werden müssen.

 

December 9, 2019 at 2:26 PM
Mit Koks hast du weniger Rauch aber mehr Staub d.h. selbes Problem wenn nicht noch schlimmer.

Die zweite von dir verlinkte Maske hatte ich mal; unglaublich schlechte Qualität. Undicht, umkomfortabel durch dünne Kopfbänder, Material stinkt extrem nach Plastik. Die von 3M sieht besser aus, aber für häufige Verwendung gibt es sicher besseres.
Z.B. Sundström SR 90/3 - hat mal 20€ gekostet, mittlerweile ist die SR 100 günstiger.
Habe eine andere, selber gebastelte Maske die auf alle Vollschutzbrillen, Schweißhelme etc. passt, aber die Filter (FP3) von denen nehme ich immer noch, sie sind recht groß und halten lange.

Bei Einmalmasken kann ich die Uvex silv-air 7330 empfehlen. Irre teuer, aber es gibt nichts besseres in dem Bereich.
December 9, 2019 at 1:30 PM
Aus welchem Stahl sind die denn?
December 4, 2019 at 7:25 PM
Modyf S1 Flexitec oder S3 Nature. Die Socken von denen sind auch nicht schlecht.
December 3, 2019 at 10:02 AM
Das Messer ist nicht schlecht aber deine Bilder laden nicht alle. Mein Automechaniker, von dem ich schon einige dutzend Spiralfedern, Kugellager, Ketten, Fässer, Lenkungsteile etc. geholt habe, hat ebenfalls ein Messer von mir, er nimmt es um Gummibeschichtungen aus irgendwelchen Lagern (?) zu kratzen. Da die Klinge recht kurz und asymmetrisch geschliffen ist, sei es wie für diese Arbeit gemacht. Leider habe ich kein Bild.
Was machst du eigentlich mit der Steuerkette? Weißt du zufällig, aus welchem Stahl sie ist?
November 23, 2019 at 6:36 PM
Ich würde an deiner Stelle ein Blechfass hernehmen um einen seitlichen Abzug mal provisorisch aufzubauen. Beim Automechaniker fallen blaue Fässer vom Frostschutzmittel an, die gehen für solche Dinge recht gut und entwickeln beim Erhitzen, wenn man nicht direkt die Farbe abbrennt, keine giftigen Dämpfe.
Damit hast du, im Vergleich zur regulären Haube mit geschlossen Seiten, wie du es schon ausprobiert hast, ein um ein vielfaches geringeres Raumvolumen, in welchem Unterdruck erzeugt werden muss.
Wenn der Abzug erst nach einer Weile ausreichend zieht, kann man eventuell Abhilfe schaffen, indem man ein Stück brennendes Zeitungspapier direkt in den Abzugsschacht stopft; dadurch erwärmt sich der Kamin schneller. Ich persönlich würde mich damit nicht zufrieden geben, wenn ich sehe das ein Abzug z.B. bei frischer Kohle schwächelt, frage ich mich, ob er neben dem Rauch auch nicht sichtbare Schadstoffe, d.h. feinen Staub und Kohlenmonoxid, verlässlich abführt. Bisher habe ich nur einen traditionell gebauten Abzug gesehen, der wirklich gut funktioniert hat:
...ebenfalls eine Art Seitenabzug. Die normalen Hauben haben selbt mit Ventilator noch ihre Macken (Verwirbelungen).
Last edit: November 23, 2019 at 6:48 PM, Crantius
November 22, 2019 at 4:31 AM
20 cm sind ein bisschen wenig. Aber meistens ist eh die Haube das Problem.
Es gibt hier zwei Möglichkeiten:
Ventilator einbauen z.B. diesen https://www.dasslerventilatoren.info/contents/de/d23_Heissgasventilatoren.html - kostet soweit ich weiß um 200€.
Haube umbauen oder durch anderes Modell ersetzen.
Eine Haube, die direkt an die Feuerschüssel angrenzt zieht besser. In den USA ist das Modell 'super sucker' sehr beliebt - eine recht simple 30 cm breite Box mit 25 cm Öffnung.
https://www.anvilfire.com/21st-century-blacksmithing/plans/super-sucker/ Link ist in Englisch, man muss aber kein Englisch können um das Prinzip zu verstehen.
Noch besser funktionieren Hauben mit Venturikanal. Dabei beschleunigt eine Engstelle durch Manipulation der Druckverhältnisse den Rauchfluss. Einschnürungsgrad 15-85%, 50% funktionieren meist recht gut. Der Eintrittswinkel sollte ca. doppelt so groß sein wie der Austrittswinkel, wie man aber an der Umsetzung hier sieht:

 ist das ist in der Praxis nicht immer notwendig, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erziehlen.

Mit Zugverbesserern habe ich keine Erfahrung. Bedenke das solche Lösungen idR für normale Holzfeuer dimensioniert sind und für Schmiedefeuer dementsprechend oft nicht passen. Allgemein sollte eine Regenabdeckung zugunsten des ungehinderten Rauchflusses mit einem Abstand von min. 1x Außendurchmesser des Kaminrohrs auf dem selbigen montiert sein.
Last edit: November 22, 2019 at 4:34 AM, Crantius
November 10, 2019 at 9:16 PM
Mit Koks auch nicht.
November 8, 2019 at 12:35 PM
Gängig sind 2-3€ / kg - bei gutem Zustand. Unter 100 kg mehr, über 150 tw. weniger.
September 4, 2019 at 10:25 PM
Die Arbeitshärte, von der ich sprach bezieht sich auf Dorne, Zangen und Warmmeißel. Letztere härte ich teilweise auch in der Abluft vom Essengebläse. 
Wenn volle Härte gewünscht ist, also eigentlich nur für Messer denn für Kaltmeißel taugt das Zeug nicht, härte ich natürlich in Öl.
September 3, 2019 at 11:34 PM
PKW-Spiralfedern haben idR Durchmesser von 11 bis 16mm. Härten bei ~850°C an der Luft auf Arbeitshärte ähnlich wie CrV-Meißel, aber weniger verschleißfest da Silizium in Stahl keine Karbide bildet. Schlagflächen ausglühen oder hoch anlassen. 
Ebenfalls geeignet sind Querlenker (leider mittlerweile meist aus Alu), Eingangs- u. Antriebswellen sowie Spurstangen.
Last edit: September 6, 2019 at 2:58 AM, Crantius
July 24, 2019 at 12:12 PM
In Metzgers 'Kunstschlosserei' sind noch als schmiedbar gelistet

- Aluminiumbronze; 5% Alu 95% Kupfer, warm ähnlich wie Eisen schmiedbar
- Duranabronze; Kupfer, Zink, Eisen (<1%, verschiedene Varianten). Kalt härter als Alubronze, warm weich wie Blei.
Last edit: July 24, 2019 at 12:12 PM, Crantius
June 22, 2019 at 2:21 PM
Dieser Stahl, sofern es denn wie angenommen 1.2379 / AISI D2 ist, eignet sich gut als Warmarbeitsstahl. Ursache sind die reichlich vorhandenen Chromkarbide, die bis 500°C beständig sind. Er ist schnitthaltiger als zB. 1.2344 / H13, aber auch spröder. Sollte ergo als Werkzeug recht dick gelassen (ähnlich dem Stempel in der Mitte deines Bildes) und nicht mit dem Vorschlaghammer verwendet werden. Spitze lufthärten, Schlagfläche spannungsfrei glühen. Haltezeiten beachten.