Enterbeilchen

June 2, 2018 at 11:02 PM
Hallo nochmal,
neulich brauchte ich noch ein Geburtstagsgeschenk für nen guten Kumpel.
Da er letztes Jahr für sein Boot schon einen Anker bekommen hatte, dacht ich mir er braucht jetzt vieleicht was für ne Kaperfahrt...
was liegt da näher als ein Messer?
... richtig ein Enterbeil!IMG_6052_klein.jpg
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Stiel aus Robinie, abgeflammt und geölt.
Kopf aus S355 mit einlaminierter Schneide aus ??? Ich glaub ich hab C45 genommen...
Jo also das wars auch schon...
Fragen Wünsche Anträge...
Kritik gerne erwünscht!
Gruß aus Franken

3 kleine Freunde

June 2, 2018 at 10:37 PM
Hallo Zusammen,
ich habe in letzer zeit mal wieder ein bischen Zeit investiert und 3 kleine Helfer geschmiedet... seht selbst.
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das war das erste kleine Exemplar, soll ein Wurfbeil sein, deshalb auch die "Nebenschneide" an der Vorderseite.
Damit steckt es besser falls man es richtig wirft
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die nächsten beiden sind kleine Bartbeile, bischen auf Wikinger gemacht, mir gefällt halt die Form...
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Kopf besteht aus S355 mit einlaminierter Schneide aus 100Cr6
Stiele aus Zwetschge bzw. aus Robinie geölt
Kritik erwünscht...
Grüße aus Franken!
May 16, 2018 at 10:27 PM
Hallo Axel,

wie bekommst du den Hammer auf dein fertiges Fundament?
Hast du genug Platz für einen Kran oder eine Maschine mit der du deinen Hammer draufhebst?

Wäre es eine Überlegung wert das Fundament ebenerdig zu Betonieren?
Wäre es eine Alternative lange Muttern ins Fundament an die Armierung anzuschweißen, sodaß nichts nach oben raussteht?

Dann könntest du den Hammer ohne großen Aufwand mit Schrauben egal ob 4.6 oder 8.8 am Fundament festschrauben und auf dorthin bewegen...

wenn dir der Hammer zu niedrig ist empfehle ich Kanthölzer aus Eiche als Zwischenlage zwischen Hammer und Fundament.
Diese nehmen nicht zu viel Energie auf, dämpfen aber schon etwas Schwingungen.

Das Fundament solltest du, wie schon beschrieben, sauber entkoppeln. Entweder mit speziellen Dämpfungsmatten oder du nimmst (ich hoffe ich werde nicht gesteinigt) Styrodur für die Unterseite und Styropor an den Seiten.

Das ist zumindest mein Aufbau und ich bin damit sehr Zufrieden, da es leicht zu montieren ist, und falls der Hammer mal wegkommt, bleibt kein störender Sockel bzw. Gewindestangen übrig (klar können die Gewindestangen gekappt werden, aber dann sind sie halt weg und eine erneute Montage fällt dementsprechend schwieriger aus).

Styrodur ist unglaublich Druckstabil, sofern der druck gleichmäßig auf eine große Fläche wirkt, deshalb ist das eine günstige alternative zu Schwingungsdämmungsmatten.

Gruß aus Franken!

Hoffe ich konnte damit helfen, oder zumindest eine konstruktive Diskussion anregen
February 27, 2018 at 7:06 PM
Hallo Bogomir,

sieht echt gut aus der Schleifer, natürlich auch dank SolidWorks. Ich arbeite auch täglich damit und bin (meistens) sehr zufrieden.
Hab mir auch mal meinen Amboß damit gezeichnet und geprüft ob das Gewicht stimmt ... hat bis aufs Kilo gepasst

Wie justierst du den Lauf des Bandes damit es nicht herunterspringt?
Ich habe am Spannrad eine Stellschraube gesehen, welche die Aufnahmeplatte der Laufrolle über das Röhrchen oder den Rundstahl neigt... stimmt das?

Ich hätte etwas bedenken bei den dünnen Schrauben an den Umlenkrollen, eben wegen des geraden Bandlaufs. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren, so dünne Querschnitte sind nix für mich!
Ich hätte warscheinlich eine 2. Platte an der Schleiffläche angebracht um die Biegung der Schrauben auszugleichen...

Bitte gib Bescheid wenn der Testlauf stattgefunden hat.AMboss_mit_Hammer.jpg

Grüße aus Franken!

Ramon
Last edit: February 27, 2018 at 7:40 PM, Ramon de Candido
January 5, 2018 at 12:13 PM
Hallo Peter,

... einfach nur beeindruckend und schön anzuschauen!
Man merkt halt gleich das du Profi bist.
Auch wenn man nur einen fertigen Nagel sieht bin ich mir sicher das alle anderen zu 100% genau so ausssehen.

Grüße aus Franken nach Franken ( und den Rest der Welt)


Ramon
January 3, 2018 at 6:03 PM
Hallo Zusammen,

schöne Hämmer habt Ihr alle, besonders interessant finde ich das so viele von Euch mit balligen Hämmern schmieden.
Mir gehts genauso. Am liebsten schmiede ich mit meinem 1,5kg Hammer (ganz hinten) allerdings hat er jetzt ein bisschen zuwachs bekommen (1kg Mitte, 900g vorne).
Die Stiele mache ich am liebsten selbst, die kann ich dann an meine Hände anpassen.
Hätte auch niemals geglaubt wenn mir jemand gesagt hätte wieviel Einfluss ein individueller Stiel auf den Hammer hat. Seitdem ich meinen 1,5kg Hammer umgestielt habe geht er praktisch doppelt so gut.
IMG_5016_klein.jpgIMG_5017_klein.jpg

Grüße aus Franken!

Ramon
Last edit: January 3, 2018 at 6:05 PM, Ramon de Candido
December 29, 2017 at 7:20 PM
Hallo Gunda,

du hast ja schon ne Menge guter Tipps bekommen...
ich würde aber auch gerne noch meinen Senf dazugeben!
Prinzipiell kannst du die Haube ja so lassen wie sie jetzt ist und nur, wie im Beitrag von Klopfer, die "Leitbleche" in die Haube schweißen/heften.

Auf welcher Höhe ist denn die Unterkante des Abzugs? Das kommt mir einigermaßen hoch vor.
Wenn du die Haube Tiefer machst, also rings herum einfach abschneidest kommt
1. mehr Hitze im Schlot an
2. weniger Falschluft in die Haube
3. vieleicht auch weniger Sonnenlicht an deine glühenden Werkstücke - sprich: du kannst die Glühfarben einfacher einschätzen.

Ach ja, den Schlot wirst du auf jeden fall etwas größer wählen müssen. Wie auch schon geschrieben Ø250 wäre zu empfehlen.

(Achtung ich schweife ab)
Vor Jahren habe ich mir auch mal einen Abzug gebaut, allseitig schräg und mit Ø180mm Rohr oben drauf.
Die Haube war aber auch zu hoch montiert und zumindest am Anfang beim Anheizen war die ganze Hütte voller Qualm.
Über die Jahre wurde dann immer wieder was geändert und zum Schluss hab ich Sie abgebaut und auf den Dachboden geräumt, da liegt sie jetzt.
Mittlerweile hab ich einen Edelstahlkamin mit Ø300mm und effektiver Zughöhe von ungefähr 6-7m.
Hier können ohne Probleme 2 Feuer betrieben werden.
Die Haube geht ziemlich tief bis übers Feuer, sodaß man sich leicht bücken muss wenn man tief hineinschauen will.
Allerdings hängt die Haube an der Decke und ich komme von allen Seiten an die Esse ohne Klappen abmontieren zu müssen.
Auf dem Bild sind noch Bleche seitlich dran, die einfach eingehängt werden, benutze sie aber eigentlich nicht mehr, weils ohne geht.
Ach ja, als zusätzliches Feature kann der Abzug in jede beliebige Position gedreht werden... d.h. der Tisch kann auch anders platziert werden. (Habs aber noch nie gebraucht)
008klein.jpg
Schönheitspreis bekomm ich dafür warscheinlich keinen, aber was nutzt die schönste Esse wenn man Sie vor lauter Qualm nicht sieht!
Ich Will nicht damit angeben, vieleicht ist ja die ein oder andere Anregung für Leute die auch noch einen Kamin oder einen Abzug brauchen dabei.


Fazit: Du wirst sicher noch mal eine Esse bauen - bei der du diese Fehler nicht mehr machen wirst.

Grüße aus Franken!

Ramon
November 27, 2017 at 8:20 PM
toll, dein(e) Axt/Beil,

ich hatte anfangs auch größte Schwierigkeiten beim schmieden eines Axtkopfes, wobei der schwerste Teil für mich eindeutig das gerade dornen des Hauses war (und immernoch ist). Leider hatte ich keinen Lehrmeister der mir die Schritte alle vorgeführt hat, bzw. mich vor den gröbsten Schnitzern bewahrt hat.

(Meine Fähigkeiten sind immernoch weit weg von gut)

Mittlerweile habe ich aber schon ein paar (für mich) ansehnliche Beile/Äxte geschmiedet. Wobei ich noch sagen will, das es auch immer sehr stark auf das verfügbare Werkzeug ankommt.

Auf meinem Lasco 1 habe ich z.B. nur ein Flaches Untergesenk und ein balliges Obergesenk was es fast unmöglich macht das Axtblatt zu breiten ohne dermaßen Macken einzuschlagen. Bei so großen Oberflächen wie dem Blatt wirds auch schwierig alleine eine ebene Oberfläche mit dem Schlichthammer zu bekommen, Zuschläger also für solches immer gut.


... weiterhin viel Spaß beim Schmieden und jetzt auch beim Holzfällen mit deiner neuen Axt.

Grüße

Ramon
October 5, 2017 at 7:18 PM
Hallo Gunda,

hab mal ein bisschen gegoogelt...

ebay sagt ab 93% Reinheitsgrad sei Zinngeschirr lebensmittelecht, andere Quellen gehen erst von 97% aus.
http://www.ebay.de/gds/Zinngefaesse-und-Gesundheitsrisiko-/10000000001827896/g.html
mit Reinzinn 99% machst du demnach nix falsch
Kupferkessel aufheizen bis Zinn langsam flüssig wird und dann mit geeignetem Pinsel verreiben.

Bei der letzten Biennale in Kolbermoor war jemand der echt tolle Kupferbecher herstellt und diese dann eben wie beschrieben verzinnt.
Vieleicht kennt ihn ja einer aus dem Forum.

Gruß
October 2, 2017 at 7:44 PM
was ist schon ein Milimeter... ich habe schon Ambosse gesehen da waren Kuhlen mit 5mm drin, das ist dann schon was anderes. Aber selbst auf so einem kann man noch gut Arbeiten und sich evtl. solche Stellen zu nutze machen.
Viel Wichtiger ist jedoch die ganzen Macken aus der Bahn herauszuschleifen. Ohne glatte Bahn (und einem genauso glatten Hammer) bekommt man nie eine schöne Oberfläche hin...

Ich möchte jetzt auch keine Grundsatzdiskussion lostreten, aber mit Schruppscheiben wäre ich vorsichtig.
Eine gute Fächerscheibe hat einen ähnlichen Materialabtrag wie eine Schruppscheibe passt sich aber etwas am Untergrund an während Schruppscheiben sich nicht so leicht führen lassen und ehr ruppig sind.
Was ich damit sagen will ist: Mit Fächerscheiben hau ich keine neuen Riefen in die Bahn sondern nehme nur die "Berge" weg.

Gruß

Ramon
October 2, 2017 at 7:25 PM
... sehr schön geworden, auch die Bilder hast du gut erwischt! Muss ich mir wohl ne Scheibe abschneiden...


Kupferschmiedearbeiten hat man oft versilbert wenn sie für Kontakt mit Lebensmitteln hergestellt wurden.
für Kupferne Trinkgefäße (Becher) gibts auch lebensmittelechtes Zinn, ohne Bleizusatz o.ä. soweit ich weiß.
Das lässt sich dann mit speziellen Pinseln im flüssigen Zustand "verschmieren".

Gruß

Ramon
September 26, 2017 at 10:22 PM
Hi,

nö, nicht selbst gebaut... stammt aus irgend einem Fundus der mal zu mir gelangt ist...

Gruß

Ramon
September 26, 2017 at 7:49 PM
hier ist das Bild vom Gesenk,

nix besonderes, ... halt ein sich verjüngendes/ auslaufendes Halbrund-Gesenk...


Gruß

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September 21, 2017 at 6:43 PM
Hallo Lenni,

nein ohne meinen Lasco 1 würde ich solche Querschnitte nicht ohne Zuschläger schmieden, Dampf ablassen könnte man dabei aber...
Ja, die Übergänge sind noch ein bisschen klobig, bzw. die Fluken selbst könnten etwas breiter sein. Allerdings habe ich diese extra in einem Gesenk geschmiedet um in der Mitte einen Steg beizubehalten, der der Fluke mehr Stabilität gibt.IMG_4338_klein.jpg

Beim nächsten wirds bestimmt besser...

Danke!

Gruß

PS: ich finde das Video auch toll...

September 18, 2017 at 6:45 PM
im Feuer verschweißt

...naja eigentlich geschweißt, ist ja nix kaputt gegangen...