January 3, 2018 at 6:03 PM
Hallo Zusammen,

schöne Hämmer habt Ihr alle, besonders interessant finde ich das so viele von Euch mit balligen Hämmern schmieden.
Mir gehts genauso. Am liebsten schmiede ich mit meinem 1,5kg Hammer (ganz hinten) allerdings hat er jetzt ein bisschen zuwachs bekommen (1kg Mitte, 900g vorne).
Die Stiele mache ich am liebsten selbst, die kann ich dann an meine Hände anpassen.
Hätte auch niemals geglaubt wenn mir jemand gesagt hätte wieviel Einfluss ein individueller Stiel auf den Hammer hat. Seitdem ich meinen 1,5kg Hammer umgestielt habe geht er praktisch doppelt so gut.
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Grüße aus Franken!

Ramon
Last edit: January 3, 2018 at 6:05 PM, Ramon de Candido
December 29, 2017 at 7:20 PM
Hallo Gunda,

du hast ja schon ne Menge guter Tipps bekommen...
ich würde aber auch gerne noch meinen Senf dazugeben!
Prinzipiell kannst du die Haube ja so lassen wie sie jetzt ist und nur, wie im Beitrag von Klopfer, die "Leitbleche" in die Haube schweißen/heften.

Auf welcher Höhe ist denn die Unterkante des Abzugs? Das kommt mir einigermaßen hoch vor.
Wenn du die Haube Tiefer machst, also rings herum einfach abschneidest kommt
1. mehr Hitze im Schlot an
2. weniger Falschluft in die Haube
3. vieleicht auch weniger Sonnenlicht an deine glühenden Werkstücke - sprich: du kannst die Glühfarben einfacher einschätzen.

Ach ja, den Schlot wirst du auf jeden fall etwas größer wählen müssen. Wie auch schon geschrieben Ø250 wäre zu empfehlen.

(Achtung ich schweife ab)
Vor Jahren habe ich mir auch mal einen Abzug gebaut, allseitig schräg und mit Ø180mm Rohr oben drauf.
Die Haube war aber auch zu hoch montiert und zumindest am Anfang beim Anheizen war die ganze Hütte voller Qualm.
Über die Jahre wurde dann immer wieder was geändert und zum Schluss hab ich Sie abgebaut und auf den Dachboden geräumt, da liegt sie jetzt.
Mittlerweile hab ich einen Edelstahlkamin mit Ø300mm und effektiver Zughöhe von ungefähr 6-7m.
Hier können ohne Probleme 2 Feuer betrieben werden.
Die Haube geht ziemlich tief bis übers Feuer, sodaß man sich leicht bücken muss wenn man tief hineinschauen will.
Allerdings hängt die Haube an der Decke und ich komme von allen Seiten an die Esse ohne Klappen abmontieren zu müssen.
Auf dem Bild sind noch Bleche seitlich dran, die einfach eingehängt werden, benutze sie aber eigentlich nicht mehr, weils ohne geht.
Ach ja, als zusätzliches Feature kann der Abzug in jede beliebige Position gedreht werden... d.h. der Tisch kann auch anders platziert werden. (Habs aber noch nie gebraucht)
008klein.jpg
Schönheitspreis bekomm ich dafür warscheinlich keinen, aber was nutzt die schönste Esse wenn man Sie vor lauter Qualm nicht sieht!
Ich Will nicht damit angeben, vieleicht ist ja die ein oder andere Anregung für Leute die auch noch einen Kamin oder einen Abzug brauchen dabei.


Fazit: Du wirst sicher noch mal eine Esse bauen - bei der du diese Fehler nicht mehr machen wirst.

Grüße aus Franken!

Ramon
November 27, 2017 at 8:20 PM
toll, dein(e) Axt/Beil,

ich hatte anfangs auch größte Schwierigkeiten beim schmieden eines Axtkopfes, wobei der schwerste Teil für mich eindeutig das gerade dornen des Hauses war (und immernoch ist). Leider hatte ich keinen Lehrmeister der mir die Schritte alle vorgeführt hat, bzw. mich vor den gröbsten Schnitzern bewahrt hat.

(Meine Fähigkeiten sind immernoch weit weg von gut)

Mittlerweile habe ich aber schon ein paar (für mich) ansehnliche Beile/Äxte geschmiedet. Wobei ich noch sagen will, das es auch immer sehr stark auf das verfügbare Werkzeug ankommt.

Auf meinem Lasco 1 habe ich z.B. nur ein Flaches Untergesenk und ein balliges Obergesenk was es fast unmöglich macht das Axtblatt zu breiten ohne dermaßen Macken einzuschlagen. Bei so großen Oberflächen wie dem Blatt wirds auch schwierig alleine eine ebene Oberfläche mit dem Schlichthammer zu bekommen, Zuschläger also für solches immer gut.


... weiterhin viel Spaß beim Schmieden und jetzt auch beim Holzfällen mit deiner neuen Axt.

Grüße

Ramon
October 5, 2017 at 7:18 PM
Hallo Gunda,

hab mal ein bisschen gegoogelt...

ebay sagt ab 93% Reinheitsgrad sei Zinngeschirr lebensmittelecht, andere Quellen gehen erst von 97% aus.
http://www.ebay.de/gds/Zinngefaesse-und-Gesundheitsrisiko-/10000000001827896/g.html
mit Reinzinn 99% machst du demnach nix falsch
Kupferkessel aufheizen bis Zinn langsam flüssig wird und dann mit geeignetem Pinsel verreiben.

Bei der letzten Biennale in Kolbermoor war jemand der echt tolle Kupferbecher herstellt und diese dann eben wie beschrieben verzinnt.
Vieleicht kennt ihn ja einer aus dem Forum.

Gruß
October 2, 2017 at 7:44 PM
was ist schon ein Milimeter... ich habe schon Ambosse gesehen da waren Kuhlen mit 5mm drin, das ist dann schon was anderes. Aber selbst auf so einem kann man noch gut Arbeiten und sich evtl. solche Stellen zu nutze machen.
Viel Wichtiger ist jedoch die ganzen Macken aus der Bahn herauszuschleifen. Ohne glatte Bahn (und einem genauso glatten Hammer) bekommt man nie eine schöne Oberfläche hin...

Ich möchte jetzt auch keine Grundsatzdiskussion lostreten, aber mit Schruppscheiben wäre ich vorsichtig.
Eine gute Fächerscheibe hat einen ähnlichen Materialabtrag wie eine Schruppscheibe passt sich aber etwas am Untergrund an während Schruppscheiben sich nicht so leicht führen lassen und ehr ruppig sind.
Was ich damit sagen will ist: Mit Fächerscheiben hau ich keine neuen Riefen in die Bahn sondern nehme nur die "Berge" weg.

Gruß

Ramon
October 2, 2017 at 7:25 PM
... sehr schön geworden, auch die Bilder hast du gut erwischt! Muss ich mir wohl ne Scheibe abschneiden...


Kupferschmiedearbeiten hat man oft versilbert wenn sie für Kontakt mit Lebensmitteln hergestellt wurden.
für Kupferne Trinkgefäße (Becher) gibts auch lebensmittelechtes Zinn, ohne Bleizusatz o.ä. soweit ich weiß.
Das lässt sich dann mit speziellen Pinseln im flüssigen Zustand "verschmieren".

Gruß

Ramon
September 26, 2017 at 10:22 PM
Hi,

nö, nicht selbst gebaut... stammt aus irgend einem Fundus der mal zu mir gelangt ist...

Gruß

Ramon
September 26, 2017 at 7:49 PM
hier ist das Bild vom Gesenk,

nix besonderes, ... halt ein sich verjüngendes/ auslaufendes Halbrund-Gesenk...


Gruß

IMG_4375_klein.jpg
September 21, 2017 at 6:43 PM
Hallo Lenni,

nein ohne meinen Lasco 1 würde ich solche Querschnitte nicht ohne Zuschläger schmieden, Dampf ablassen könnte man dabei aber...
Ja, die Übergänge sind noch ein bisschen klobig, bzw. die Fluken selbst könnten etwas breiter sein. Allerdings habe ich diese extra in einem Gesenk geschmiedet um in der Mitte einen Steg beizubehalten, der der Fluke mehr Stabilität gibt.IMG_4338_klein.jpg

Beim nächsten wirds bestimmt besser...

Danke!

Gruß

PS: ich finde das Video auch toll...

September 18, 2017 at 6:45 PM
im Feuer verschweißt

...naja eigentlich geschweißt, ist ja nix kaputt gegangen...
September 18, 2017 at 6:44 PM
Hallo Leute,

freut mich dass mein Anker so gut ankommt.
Welche Gesamtgröße hat dein Anker, wenn er fertig ist?

Der Anker ist bereits fertig und hat eine Breite zwischen den Fluken von etwa 57cm, am Stock ca. 50cm und der Schaft hat auch etwa eine Länge von 50cm. (...Ja das Verhältnis ist nicht ganz optimal...)

Er wurde wie der erste bereits aus 25mm Vierkant geschmiedet, der Ring entstand aus Ø12mm Rundstahl, im Feuer verschweißt und der Stock wurde aus Brettern mit 28mm Stärke herausgeschnitten und in der Mitte genutet.
Die zwei Zwingen halten die beiden Bretter zusammen. ein Stift hält den Stock an Ort und stelle.


Ein Tipp noch, wenn Du den Stock auf einer Seite kurz vor dem Ende weich um 90 Grad abbiegst, dann kannst Du den Stock beiklappen, das spart Platz, wenn Du den Anker nicht brauchst. Meist ist ein Splint zum Sichern des Stocks angebracht.

Bei dem ersten Anker hab ich mir noch überlegt ob ich den Stock zum abklappen machen soll, wurde aber aus Zeitgründen (Last minute Geschenk) und weil mir ein starrer Stock irgendwie besser gefiel weggelassen.

Gruß

Ramon
September 16, 2017 at 10:50 PM
vielen Dank
du hast ein super gespür für formen und deine sachen (soweit ich sie halt kenn) haben immer einen guten zug, eine tolle linie, einen guten schwung

naja, das hört man gerne...
ich bin bei meinem Anker keinen konkreten Plan gefolgt und hab halt mal drauf los gehauen, wie fast immer. In meiner Schmiede versuche ich die meisten Maße mit dem Auge "hinzubringen" den Maßstab verwende ich ehr selten.

Danke nochmal und schönen Abend

Ramon
September 16, 2017 at 10:43 PM
Toller Hammer,

Schweißhämmer mit Holzgriff gefallen mir persönlich auch besser.

was hast du als Griffmaterial verwendet?
Hast du den Stiel vorne nochmal abgesetzt oder ist das nur eine ungeschwärzte Stelle am Hammerhaus?

Gruß

Ramon
September 16, 2017 at 7:37 PM
Mittlerweile wurde der Anker in Kroatien getestet und für gut befunden, abgesehen von ein paar Rostflecken vom Meerwasser hat er alles schadlos überstanden.



Jetzt gibt es aber schon Anker 2.0 der heute aus meiner geschmiede "gerollt" ist.

Bei diesem habe ich mich eigentlich an kein Vorbild gehalten wollte aber die Arme mit dem Schaft Vernieten und nicht mehr wie beim Vorgänger den Schaft spalten...

Weil mir auch die Kombination mit Holz eigentlich immer gefällt hab ich den Stock aus Eiche geschnitzt.

Aber seht selbst:IMG_4353_klein.jpg

IMG_4351_klein.jpg


Hoffe euch gefällts!

Gruß aus Franken!

Ramon

Anker

July 29, 2017 at 9:23 PM
Hallo Zusammen,

es ist zwar mittlerweile auch schon wieder ein paar Wochen her als ich mich darin versucht habe einen Anker zu schmieden, aber ich wollte es euch nicht vorenthalten.

Kritik wilkommen!

IMG_2865_klein.jpg

IMG_2866_klein.jpg

Ausgangsmaterial war 25mm Vierkant und 20mm Rundstahl

Üblicherweise wurden Die Anker gelocht und der "Schaft" abgesetzt und der Zapfen mit dem Kreuz verschweißt (zumindest hab ich das so schon gesehen)

Ich hab mich allerdings dagegen entschieden und den Schaft geschlitzt und den Arm mit den beiden Fluken eingesetzt und dann alles im Feuer verschweißt.

leider ist mir das Loch für den Stock etwas zu groß geraten, aber er hält noch.

Noch wurde der Anker nicht getestet, soll aber anscheinend irgendwann mal zum Einsatz kommen.


Grüße aus Franken!

Ramon