May 8, 2020 at 1:03 PM
Was ist eigentlich passiert, dass in den letzten Monaten so viele Leute das Forum verlassen haben? Habe da nichts mitbekommen. War dann irgendwann online und habe gemerkt, dass einige einst sehr aktive Mitglieder ihre Profile wohl gelöscht haben.
Gruß
Paul
May 8, 2020 at 1:00 PM
Erst mal danke Lenni für die ehrliche Kritik!
Zum Thema Startloch: Wie gesagt ist das ein wenig verunglückt, da mir mein eigentlicher Meißel dafür währenddessen abgebrochen ist. Das wird sich aber nicht wiederholen, da ja dieser Hammer genau diese Aufgabe übernimmt.
Thema Schlagfläche und Dornseite:
Die Größe der Schlagfläche ist natürlich nicht ideal, allerdings musste ich abwägen, wo das Auge liegen soll, da das Ausgangsmaterial bereits abgeschnitten war (ein Teil einer großzügigen Spende vom Mechaniker aus dem Forum, danke dafür nochmal). Ich hätte also die Schlagfläche verlängern können, hätte dabei aber an Dornlänge verloren. Was die Spitze betrifft, ist mir klar, dass die echt nicht das Gelbe vom Ei ist, aber ich werde sie einfach mal ausprobieren und notfalls nachschleifen. Die Steigung des Dorns kann ich allerdings noch einmal etwas nacharbeiten, danke für den Tipp. Gesenkstiele werde ich künftig auch selber machen, bei diesem hier schaue ich mal, wie er sich schlägt, zur Not ist der ja Ruck Zuck ausgetauscht.
Generell werde ich mir jetzt erst einmal (sobald Corona-Engpässe da mitspielen) bei Angele 25er oder 30er Vierkant c45 holen und dann allerlei Setzhämmer fertigen. Danach kann ich mir vielleicht einen Hammer-Eye-Punch (weiß immernoch nicht die genaue deutsche Bezeichnung) in besserer Ausführung und etwas schöner fürs Auge fertigen. Bis dahin wird es der hoffentlich tun.
Bleibt gesund
Gruß Paul
May 7, 2020 at 7:48 AM
Danke für die Antworten!
@Noxy ja, du hast recht, der Stiel ist recht kurz. Das könnte eventuell damit zusammenhängen, dass der gekauft ist (peinlich peinlich). Aber du hast recht, Gesenkstiele könnte ich selber machen, wenn ich geeignetes Holz habe. Wir haben zwar keine Esche, aber ginge Eibe auch? Zum Thema Auge. Das Problem ist nicht, dass es zu weit links oder rechts sitzt, sondern dass es um ca 10 Grad verdreht ist. Ich habe versucht das zu korrigieren, aber dabei ist mir der Hammer ständig vom Dorn gerutscht. Wenn ich nächstes Mal ein wenig sorgfältiger arbeite, wird das auch richtig funktionieren.
Gruß
Paul

Hammer zum Hammerschmieden (Hammer Eye Punch)

April 24, 2020 at 8:44 PM









So, nach langer Zeit melde ich mich hier mal wieder. Durch meine „Corona-Ferien“ hatte ich die letzten Wochen hin und wieder Zeit etwas zu schmieden. Das größte Projekt war hier dieser Durchschlag (?) oder Meißel (?) Hilflshammer(?) zum Schlagen  von Hammeraugen. Soweit ich weiß ist dieser Typ eher im englischsprachigen Raum als „Hammer Eye Punch“ geläufig. Zumindest habe ich bis jetzt keinen solchen Hammer in Deutschland gesehen. Hier also eine Dokumentation:


Ausgangsmaterial war ein 7 cm langer 2.5er Vierkant C45.


Das wohl Verzwickteste war das Auge, da mir mein Meißel kurz zuvor abgebrochen ist. Notgedrungen habe ich also einen Pressluftmeißel genutzt. Man muss sich eben zu helfen wissen.😅



Das Aufdornen lief dann besser, allerdings sitzt das Auge schief...



 


Danach habe ich mithilfe eines Kumpels als Zuschläger den Hammerkopf ausgeformt.


So sah dann der Hammerkopf zurechtgeschliffen aus. Zu sehen ist die typische „diamamantförmige“ Spitze.


So sieht der Hammer fertig eigestielt und mit Leinöl behandelt aus. Er ist weder wirklich schön, noch sehr sorgfältig gemacht, aber für das erste Mal bin ich zufrieden und er wird hoffentlich seinen Zweck erfüllen. Verbesserungsvorschläge und Tipps kämen mir sehr gelegen.


Bleibt gesund und 
Gruß Paul

Last edit: April 26, 2020 at 3:39 PM, Paul/DerFeldschmied
April 6, 2020 at 8:44 AM

Hallo Benjamin,

wenn dir das besser gefällt ist das ja auch gut. Dann würde ich den Sockel aber doch eher mindestens so breit und tief wie hoch machen, also so 60+ cm, sodass er wirklich nicht kippen kann. Außerdem kannst du die zusätzliche Fläche als Ablage nutzen. Bei meinem Amboss hätte ich auch gerne einen massiveren Stock gehabt, aber den jetzigen hab ich geschenkt bekommen. Also dann viel Spaß noch!

Gruß Paul

April 5, 2020 at 9:56 AM

Tach Benjamin,

Zum einen denke ich, dass das mit der gezopften Drahtbürste und dem Leinöl problemlos funktionieren dürfte, da ich das selber genauso bei meinem 105 kg schwerem Amboss gemacht habe. 
sieht danach auch schön aus. Sandstrahlen wäre da denke ich nicht so gut, weil dabei vermutlich die Patina verloren gehen würde. Auch eine Alternative könnte sein, den Amboss (was bei 200+ kg schon eine Herausforderung sein könnte) einfach ein paar Tage in Essig einzulegen und dann mit Stahlwolle und Wasser abzuschrubben. Mache ich gerade mit meinem kleinen 20 kg Amboss.

Zum Thema Stock. Meiner Meinung nach wäre bei so einem großen Amboss in Leinöloptik ein klassischer Baumstumpf eigentlich am schönsten. Natürlich kann es erst einmal schwierig sein, einen so massiven (denke mal so 80 cm Durchmesser wären gut) Stumpf zu bekommen, aber wenn der Amboss da erst einmal daraufsteht, geht der nirgendwo mehr hin, und du hast weit weniger Arbeit als mit einem Stock aus Balken. Wenn du es so richtig urig haben willst, könntest du dann so ca. 3 cm tief die Form des Ambossbodens ausstemmen und mit etwas Blei zur Hälfte ausgießen. Eine Befestigung ist dann bei dem Gewicht vermutlich nicht mehr nötig. Viel Spaß mit dem Amboss!

Gruß Paul

September 19, 2019 at 7:35 PM
Danke für die Guten Rückmeldungen.
Also mindestens zwei mal im Jahr werde ich in der Schmiede auf jeden Fall arbeiten können. Zum einen am Tag der Offenen Tür im Mai und jedes erste Wochenende im Oktober bei den Brauchtumstagen. Diese sind auf jeden Fall einen Besuch wert, weil auch viele andere klassische Handwerke vorgeführt werden. Die alte Druckerpresse oder der Bleiglaser. Aber auch Schreinerei und co. werden dort schön vermittelt. Ob ich ansonsten in der Schmiede arbeiten darf, werde ich mit meinem Nachbarn klären müssen, der das Museum und den Verein leitet.
Das mit den Schildern ist mir auch schon aufgefallen. Da hat jemand wohl einmal gepfuscht, zumal ich dort noch nie eine Feldschmiede gesehen habe, wie es einem das eine Schild weis machen will.
Gruß Paul

Nacht der Museen 2019

September 19, 2019 at 6:26 PM
Hallo mal wieder,

 

Letzten Samstag habe ich bei der Nacht der Museen bei mir im Ort ausgeholfen und die alte Schmiede betrieben. Ich habe außer Nägeln und Medallien leider nur einen Brieföffner und einen Schürhaken zustande gebracht, und keines der erhofften Werkzeuge.
Habe ich mir wohl zu viel vorgenommen...
Aber immerhin habe ich einen rostigen Kugelhammer mitnehmen dürfen, den ich jetzt restauriert habe und ich kam heute mit großem Bild in die Regionalzeitung! Das ist auch etwas.
Jedenfalls hier die Bilder, die ich so manchem versprochen habe:

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Und hier noch der Hammer vorher:

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Und nachher:

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Bin recht zufrieden mit dem Ergebnis. Allerdings muss ich noch ein paar Tage warten, bis das Leinöl an Stiel und Metall getrocknet und eingezogen ist.

Gruß Paul

September 16, 2019 at 2:29 PM
@mescht
Finde ich schön, vor Allem das/den (keine Ahnung) Sappie! Gut gemacht.
September 15, 2019 at 5:57 PM
Stimme dir voll und ganz zu!
September 15, 2019 at 10:14 AM
Also ich weiß nicht, was einige hier haben. Ich bin zwar nur Laie, aber ich finde, dass dir das gut gelungen ist, Alex. Klar ist das kein Habermannwerk, und du hättest sicherlich noch mehr Bunde anstelle der Schweißnähte setzen können, aber insgesamt passt das Gitter gut zu dem, was ich vom Sockel gesehen habe. Natürlich hatte man solche billigen Massenprodukte in den 70er und 80er Jahren, aber ich finde, dass man hier gut sehen kann, dass das Gitter keines ist.
Gruß Paul
July 18, 2019 at 1:59 PM
Ich mag vor allem die Ständerbohrmaschine mit dem Pedal und dem Schwungrad! Praktisch wenn man damals keine Transmission betreiben konnte!

Schmiede im Freilichtmuseum Molfsee

July 18, 2019 at 7:31 AM
So, ich bin wieder aus dem Urlaub an der Schlei zurück aber dieser blieb dann doc´h nicht ganz ohne Schmieden. Abgesehen von den Schmieden in Haithabu, im Schloss in Sonderburg und der Feldschmiede bei den Düppeler Schanzen (hätte nicht erwartet zufällig so viele Schmieden zu sehen), waren wir auch im Freilichtmuseum Molfsee. Es war zwar niemand da, aber es ist doch immer wieder interessant und schön so alte Gemäuer zu sehen. Insgesamt eine schöne Werkstatt, allerdings habe ich mich etwas über den Amboss da draußen im Freien geärgert. Der friert doch! Hier habe ich ein paar Bilder mitgebracht:

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Gruß Paul

P.S.: Falls das mit den Bildern gegen irgendwelche Urheberrechte oder so vestößt, bitte löschen.
July 13, 2019 at 9:20 PM
Guten Abend,
Eine schöne Zange hast du da, gefällt mir. Welche Maßen hatte denn das Ausgangsmaterial für die Backen (bin gerade verwirrt, das hieß doch so, oder?) ?
Grüße Paul