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c.baum

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Re: Feder umformen

von c.baum am 26.04.2021 05:56

Andererseits wurden Federn auch schon vor mehr als 100 Jahren hergestellt.

Ja sicherlich, keine Frage. Aber waren die Stähle da schon so hochlegiert wie heute? Bei einem hochmodernen Werkzeugstahl reicht ja auch nicht nach Glühfarbe zu erwärmen, im Wasser abzuschrecken und nach Anlassfarbe anzulassen. Oft sind die Temperaturfenster recht eng und die Haltezeiten sehr lang. Einen modernen Federstahl einfach nur umzuschmieden und per Augenmaß und Experimentieren auf eine federne Eigenschaft zu bringen, ist aus meiner Erfarhung nicht sinnhaft, da solche Federn erfahrungsgemäß dann auch nicht lange halten. Aber Versuch macht kluch (: Es wurde ja auch nicht gesagt, welchem Zweck die neue Feder dienen soll. 

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Re: Feder umformen

von c.baum am 20.04.2021 07:12

Hallo Peter!

Das Problem bei Federstahl ist, dass dieser vergütet werden muss, damit er seine Federeigenschaften über lange Zeit behält. Du musst also nach dem eigentlichen Härten über eine definierte Zeit (1h aufwärts) sehr hohe Temperaturen (350-550°C, je nach Stahl) halten. Das geht leider nur mit einem temperaturgesteurten Härteofen. Alles andere ist m.M. nach halbseiden und nicht dauerhaft.

Viele Grüße

Christian

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Re: Kiridashi-Zwillinge

von c.baum am 24.03.2021 08:42

Er wird ja nicht sehr hart, und ich vermute, dass die Klingen gerade beim Leder schneiden doch oft geschärft werden müssen.

Würde ich so nicht sagen. Musste bisher erst einmal nachschärfen. Ich bin natürlich auch kein Sattler, der das Werkzeug jeden Tag 8h benutzt. Dafür wäre sicher ein anderer Stahl geeigneter gewesen. Bis jetzt erfüllt es seinen Zweck zu meiner Zufriedenheit. 

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Re: I have a dream

von c.baum am 21.03.2021 19:57

Bei Deinen wirklich schönen Klingen sind die Grenzen der verschiedenen Werkstoffe ja sehr deutlich zu sehen, und sie zeigen sogar einen Höhenunterschied durch unterschiedlich starken Säureangriff!

Beim genaueren Hinsehen siehst du in der Schneidlage selbst die Unterschiede.


Diese Struktur entsteht durch Konzentrationsunterschiede von C. Ein kleiner Randbereich der einzelnen (Feder-)Stahldrähte wird bei der hohen Schweißtemperatur entkohlt und zeigt nach dem Ätzen (geringe) Farbunterschiede gegenüber den Bereichen mit höheren C-Konzentrationen.

Ja, Du hast Recht. Genaus daher kommt das Muster. 

Versteh mich nicht falsch. Deine erste Aussage war, dass es gar kein Muster gibt. 

Unten mal ein Bild eines Kiridashi mit Seildamast. Ich finde den Kontrast schon ercht ordentlich. Selbst wenn man in Betracht zieht, dass vielleicht nicht alle Drähte im Stahlseil die gleiche Stahlsorte haben. 

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Re: I have a dream

von c.baum am 19.03.2021 05:37

Weißblech ist nach dem Abbrennen der Verzinnung bestenfalls nur Baustahl (S 235) und zeigt nach dem Verschweißen kein Muster.

Hi Hachijuro!

Stimmt so nicht ganz. Bei Seildamast bekommst du ja auch ein Muster, obwohl alle Anteile die gleiche Zusammensetzung haben. Außerdem kannst du bspw. auch aus Blattfedern eine Art Damast machen, oder aus Messern einer Abrichte. Schau mal hier, da habe ich die Schneidlage aus solchen Messern durch Zusammenfalten und Veschweißen gemacht. Gibt auch ein Muster, obwohl es nur ein Werkstoff ist. 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.03.2021 05:39.

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Re: Arbeiten im Lockdown

von c.baum am 16.03.2021 06:31

Hier mal mein Beitrag zum Thema.

Wurde von einer Freundin gefragt,, ob ich nicht Serviettenringe zu Ostern machen könnte. Hatte designtechnisch freie Hand und habe mich mal ausgetobt.

IMG_20210221_172151_resize_47.jpg

 Kamen auch gut an.

Ansonsten beschäftige icch mich aktuell mit Messern
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Damast-Batarangs
PSX_20210206_102328_resize_68.jpg

Beilen aus Kettendamast
PSX_20210121_161239_resize_33.jpg

oder rauchfähigen Pipe Hawks
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Re: Material Auskleidung Gasesse

von c.baum am 19.02.2021 05:42

Dein Problem hatte ich schon vor 2 Jahren. Jeglicher Kontaktversuch (mail, Telefon) gescheitert. Habe dann kurz vor Ablauf der Frist von meinem Widerrtufsrecht gebrauch gemacht. Kam auch innerhalb einer halben Stunde die Bestätigung. Man scheint kein Interesse am Verkauf mehr zu haben. Die Keramikwolle bekommst du mittlerweile bei ebay in verschiedensten Abmessungen. Bzgl. des Betons wirds eng. Ich checke mal, wie viel ich noch habe. Ist aber direkt aus'm Stahlwerk ;)

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Re: Kanisterdamast

von c.baum am 20.01.2021 06:08

Talkum ist ja ein Silikat, würde mich wundern, wenn das überhaupt verbrennt und dabei Sauerstoff "bindet". Mir war so, als würde das einfach zerfallen.
Ich weiß, dass Дмитрий Шевченко aka shurap auf Youtube in seinen Videos gern Chilischoten o.ä. mit in den Kanister packt. Sicherlich mehr als Show, wobei ich mir vorstellen kann, dass hier dann tatsächlich der Kohlenstoff aus den Schoten verbrennt und Sauerstoff bindet. Den Trick mit dem Tipp-Ex und dem Edelstahl kenn ich auch so von Steve aka Green Beetle. 

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Re: 1.4112 schmieden?

von c.baum am 12.01.2021 07:05

Die viel interessantere Frage ist doch: was passiert nach dem Schmieden? Bist du denn in der Lage den Stahl angemessen wärmezubehandeln? 1000-1050°c ist auch für mich mit Härteofen echt sportlich. Das ist kein Stahl bei dem man das per Glühfarbe und Magnet macht. Und auch das Anlassen möchte temperaturgesteuert passieren. Und denk dran, zu oft Erwärmen und Abkühlen kann bei dem C-Gehalt zum Einformen von Chromkarbiden führen. Dann kriegst du den Stahl nur noch schwer "rostfrei". 

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Re: 440C schmieden.

von c.baum am 07.12.2020 17:07

Hey Lukas, 

im Gegenteil! Die besten japanischen Küchenmesser sind aus normalem Kohlenstoffstahl und nicht rostfrei ;) Lass Dich nicht entmutigen! Alte Feilen, Schneidmesser von Abrichten etc. Meinethalben auch Federn. Und versuch einfach das Beste aus diesen Stählen zu machen. Das ist meist besser, als irgendwelche Weltraumstähle zu nehmen, denen du mit deinen Mitteln gar nicht gerecht wirst und die am Ende gar nicht die Leistung haben, die Du dir vorstellst. Kommt alles. Erstmal kleine Brötchen backen, dafür aber durch. 

Grüße 

Christian 

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