Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

Erste Seite  |  «  |  1  |  2  |  3  |  »  |  Letzte [ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Älteste Beiträge zuerst ]


LutzderLurch

39, Männlich

Beiträge: 9

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von LutzderLurch am 17.01.2014 22:38

Hallo

Ja, ich denke diese Pressen entwickeln eine Menge Kraft. Ich muss allerdings sagen, dass ich nicht abzuschätzen weiss, wieviel Kraft ein Knopf aus zinn wirklich braucht...

Zu viel, und er wird wie Pudding zermatscht :/

Ein Freund meinte, ich solle Mit Hämmern anfangen und dann schrittweise, nach bedarf, 'eskalieren'

Lutz

[EDIT]

Super link, Danke

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.01.2014 22:42.

Willi

30, Männlich

Beiträge: 683

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von Willi am 17.01.2014 19:02

Hallo Lutz,

nach einer kurzen Suche im Internet bin ich auf folgende Seite gestoßen:
Klick!

Hier sind die alten Methoden aufgelistet und jeweils kurz erklärt. Ich denke auch wenn es hier um Münzprägung geht, kannst du die Verfahren alle auf deine Knöpfe übertragen. Einzig die Formen sind anders als bei Münzen.


Zu den Spindelpressen kann ich sagen, dass eine Presse wie in dem Link den du gepostet hast etwa 15-20 t Druckkraft ereicht.
(hab mal eine vergleichbare mit 20t live gesehen)

Gruß
Willi

www.schmiedekunst-weyer.de

Antworten

LutzderLurch

39, Männlich

Beiträge: 9

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von LutzderLurch am 17.01.2014 18:41

Danke, erste Nachricht ist schon raus....


Hammertest war erfolgreich, ein kleiner hammer macht schon einen ordentlichen eindruck. Ein simples fallgewicht zur Simulation eines Vorschlaghammers sollte genug Kraft aufbringen.

Wegen dem gravieren, wie gesagt, handgravur ist ganz wichtig, nicht laser,, Dremel oder sonstiges...

Lutz

Antworten

Hobbyschmiede

62, Männlich

Beiträge: 497

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von Hobbyschmiede am 17.01.2014 17:24

Also wie Walter schon sagte wende Dich an Heike Hopbach die machen auch Schmiedemarken usw. da sollte es doch kein Problem sein einen Handschlagstempel für die Knöpfe zu Gravieren. Natürlich ist der dann auch gehärtet .Also unter Hopbach hier im Forum oder im www. e mail schicken und dann Absprechen wies werden soll . Normal reicht schon ein einfaches Bild dafür aus .

 

Gruß von der Grenze



Jörg



Und immer schön das Feuer schüren

Antworten

LutzderLurch

39, Männlich

Beiträge: 9

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von LutzderLurch am 17.01.2014 17:21

(okay, ich geh jetzt raus, lege ein stück zinn auf eine alte Kupfermünze und haue drauf... ;)

Antworten

LutzderLurch

39, Männlich

Beiträge: 9

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von LutzderLurch am 17.01.2014 17:11

Ich vermute ja mal ganz vorsichtig dass es, auch wegen schnellerer Arbeitsweise,  vermutlich anno 1768 in England  mit Hämmern und recht simplen Werkzeugen zuging.

Manche originale zeigen dass trotz schöner Vorderseite, audf der Rückseite das Werkzeug nicht perfekt mittig lag etc. was aber natürlich egal war..

Ich bin mittlerweile fast versucht, ein einfaches werkzeug als test  herstellen zu lassen, um ein paar versuche zu betreiben, ob ein  gute fäustling oder ein gehilfe mit  vorschlaghammer ausreicht.

tatsächlich ist bei mir platz nicht oim überangebot, also wenn es ohne presse geht, wäre das super...ein paar ausschussknöpfe sind mir da wurscht, solange das werkzeug selber  erhalten bleibt.

Lutz

Antworten

c.baum

39, Männlich

Beiträge: 333

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von c.baum am 17.01.2014 17:05

ich hätte mit Vertiefungen im Knopf eher Probleme gesehen, da diese ja dann im Negativ als Stege ausgeführt werden, die dann eventuell beim Härten verbrennen oder sich verziehen. Aber da hier im Negativ nur Vertiefungen sind, sollte das klappen. 

Für den Stahl reicht hier etwas mit reichlich Kohlenstoff. Optimal wäre noch bissl Chrom und evtl. Mo oder Mn als Karbidbildner. Aber bei Zinn braucht man eigtl keinen Sackstand zu machen. Da könnte sogar ein alter Hammer hinreichen. Wichtig ist hier, die Oberfläche nacher ordentlich zu polieren. Wie gesagt, ist "nur" Zinn.

Du kannst natürlich auch einen Zuschläger mit Hammer nehmen. Ist die Frage wie gut er gerade von oben schlagen kann. Da gefällt mir die Idee mit der Spindelpresse eher. Schön langsam drehen und kontrollierter Druck. 

Antworten

akrumbsEisn

65, Männlich

Moderator

Beiträge: 582

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von akrumbsEisn am 17.01.2014 16:54

Servus LutzderLurch.
Wir haben hier im Forum unter Gravör die Fr. Hoppach als Mitglied.
Frag da mal an um Prägestempel und -verfahren.  Die Rohlinge gießen, wenn die Legierung bekannt ist, sollte kein so großes Problem sein.

lg

Walter

Antworten

LutzderLurch

39, Männlich

Beiträge: 9

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von LutzderLurch am 17.01.2014 16:35

Hallo!

Vielen Dank für die rege Teilnahme..

Nunja, die Werkzeugspuren der Originalknöpfe sind da ziemlich eindeutig. Es gab einige, die mit dem Dekors gegossen wurden, aber auch sehr viele, die geprägt wurden.
Die Exemplare des Regimentes das darzustellen ist, sind allesamt geprägt. Bei den Geprägten Knöpfen ist (gute erhaltung vorrausgesetzt)

Das Dekors einfach schärfer und feiner als bei den Gegossenen. Auch sind glatte Flächen trotz Metallformen bei gegossenen Stücken etwas gussrauh, bei geprägten so glatt wie die Werkzeuge, also potentiell spiegelblank.



Wie schon gesagt wurde, sollte ein versieter Drehe das mit Links hinbekommen, die Grundform herzustellen.

Wie auch schon erwähnt, sind Stahlart und Härte dann die Fragen die zu beantworten wärenn und wenn jemand mit Prägen erfahrungen hat, wäre es sicher nett, mit diesem Knowhow die Sache zu überprüfen.

Zu c.baum

Ich glaube ein vorsichtiges, langsames anlassen der form (von unten her oder in einem Ofen) sollte möglich sein.

Das Dekors ist dieses: (und wäre im Werkzeug ja als feine Rillen vorhanden)

buttonLG.jpg

Vergleichsweise hier ein Bild der Rückseite eines gegossenen Knopfes:
d6bbd1466c316161ffff93aeffffe417.jpg
(Der Drahtring ist weggerostet. Man sieht Formteilung und den abgekniffenen Einguss. Die Knubbels an der Verstärkung sind vermutlich Reste des Zinns, die beim Gießen und die  Aussparung für die Drahtöse gelaufen sind, wenn der Draht diese nicht voll ausfüllte.)

Und hier ein geprägter Knopf:
2002-717back.jpg
(Rückseite Flach: Einguss reste und Teilungsnähte völlig plattgedrückt/verschwunden. Dort wo der Schlitz zur Aufnahme des Drahtringes im Werkzeug war, hatte das Zinn plat beim Prägen hineinzukriechen, und der Iro hat sich gebildet. auf dem Iro sind auch Reste der teilungsnaht erhalten.


Ich überlege mittlerweile, ob auch statt einer Hand Spindelpresse ein Kollege mit vorschlaghammer ausreichende Graft entwickeln kann ...


Grüße,

Lutz

Antworten

Hacheschmied
Gelöschter Benutzer

Re: Suche Beistand in Rat und Tat bei Prägewerkzeug

von Hacheschmied am 17.01.2014 14:39

Hallo,

jetzt mal eine Frage.. ist denn sicher das diese Knöpfe nach dem Gießen geprägt wurden? Ich fänd es schlüssig wenn die mit der Verzierung gegossen wurden..

in dieser Dissertation wird vom Gießen wie auch Pressen geredet.. vielleicht hilfts weiter?: http://d-nb.info/968758290/34

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.01.2014 15:08.
Erste Seite  |  «  |  1  |  2  |  3  |  »  |  Letzte

« zurück zum Forum