Damast Weichglühen
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Re: Damast Weichglühen
von Lenni am 19.03.2017 11:46SO! Habe das gute Stueck mit nem Haufen Schrott jetzt in nem kleinen Muffelofen 3 Stunden auf 700 Grad gehalten und dann einfach ausgemacht. Nach 9 Stunden seit dem Ausstellen des Ofens konnte man Den Damast noch nicht anfassen. Man hat sich nicht mehr sofort verbrannt, aber doch recht zuegig wieder los gelassen. Also Ofenklappe wieder zu und nach Feierabend den Bohrer angesetzt. Ich moechte nicht sagen es ging wie Butter, aber es ging.
Bei meinem bunten Sammelsorium fuer Bohrer ist mir durchaus auch aufgefallen, dass der Eine besser als der Andere funktionierte. Werde mich da wohl auch mal informieren muessen.
Vielen Dank fuer die Tipps!!!
Gruss,
Lenni
Re: Damast Weichglühen
von akrumbsEisn am 07.03.2017 18:03Servus Iawi.
Hab nat. auch das Problem, dass die übliche Materiamischung für Damast schon am Amboss während der Arbeit härtet. Dann ist nat. nix mit Löcher bohren bei einer Flachangel. Bei einem 1 Tageskurs ist auch nix mit 12 Stunden Haltezeit.
Hab die Erfahrung gemachd, dass gleichmäßiges anwärmen auf dunkel Rot und dann in Holzkohleasche gelegt eine gut zu bearbeitende Klinge ergibt. Bohre dann mit HM Bohrern beliebig Löcher in den Griff, was vor dem Erwärmen sicher nicht geht.
Wärme machmal auch nur (verlaufend) die zu bohrende Stelle mit dem Brenner, aber eben nur dunkles Rot, funktioniert tadellos.
Habs mit verschiedenen Stahlqualitäten probiert, geht immer. Keinerlei Probleme mit Brüchen etc.
Lg
Walter
Re: Damast Weichglühen
von lawi-to am 06.03.2017 17:26Ich bin der Glückliche mit einem grossräumigen Veraschungsofen bis 1100°.
1.2767 Weichglühen 660-680°6-8 Stunden im Ofen, 1.2842 Weichglühen 720-740°2-4 Stunden im Ofen
Hier nehme ich einen Mittelwert von 720° und lege die Klingen schon in den kalten Ofen bei erreichen der Temperatur weitere 3 Stunden bei ca.720°. Dann stelle ich den Ofen ab und lasse die Klingen bei geschlossener Tür bis auf Handwärme abkühlen, das dauert ca 12 Stunden und länger. Allerdings ist die Oberfläche immer noch hart diese harte dünne Schicht lässt sich mit der Flex abschleifen dann kann ich mit einer guten Feile bzw. mit dem Bandschleifer mühelos weiter bearbeiten.
Ich glaube irgendwo gelesen zu haben das der Abkühlprozess pro Stunde bei 30° liegt um ein optimales weichglühen zu erzielen.
Leider kann ich von meinen letzten Werken keine Bilder einstellen da meine Bildqualität durch das verkleinern S..mäßig ist.
Re: Damast Weichglühen
von EdgarDerSchmied am 06.03.2017 16:41Herzlichen Glückwunsch zur bevorstehenden Hochzeit erstmal!
Ich habe grade auch mit dieser Material- Kombi große Probleme.
Eigentlich müsste man auch in ner Gasesse gut weichglühen können, oder? Einfach ausschalten, und gut verschließen.
Was ich immer sehe ist Vermiculit, aber ein Weichglühen im Ofen wird es sicher nicht ersetzen können.
VG, Edgar
Re: Damast Weichglühen
von Feuerkaefer am 06.03.2017 10:05Nein ich habe bei Gelb mehrfach gelocht / gedornt da wird der Dorn alleine etwas warm. Dann auf ein kleines Hörnchen weiter Treiben habe mir das extra angefertigt ging erstaunlich gut man bekommt Übung mit so zierlichen Stücken. Das aufwärmen geht sehr schnell also schön aufpassen.
Schwingt den Hammer!
Gruß Martin
Re: Damast Weichglühen
von Lenni am 06.03.2017 09:31Danke für den Tipp Tommi! Extra stahl mit reinlegen klingt sehr sinnvoll. Wird ausprobiert!
Wenn das nicht klappt gehe ich zur letzten instanz des aufdornens über. Da das stück aber schon sehr klein ist, habe ich hier sehr große angst, dass mir die lagen aufgehen werden. Wärmst du den Dorn noch mit an Martin? War so ne Idee damit er das Paket nicht so auskühlt
Gruß,
Lenni
Re: Damast Weichglühen
von Tommi am 06.03.2017 06:18Ich glühenden im Elektroofen weich, halten ca. 2h bei 700°C, danach Ofen einfach abschalten und die über Nacht abkühlen lassen. Ich habe noch ca. 2kg weiteren Stahl mit drin damit er langsamer abkühlt.
Die Aufschrift "nicht brennbar" ist keine Herausforderung
Re: Damast Weichglühen
von Feuerkaefer am 06.03.2017 05:52Die Probleme habe ich auch ich bekomme das Zeugs nicht weich ums verrecken nicht. Aber Ringe geht doch einfach. Lochen mit dem Dorn und dann weiten habe so ca 10 Ringe gemacht nur immer schön warm halten dann klappt das gut. Schlitzen und dann Weiten!
Schwingt den Hammer!
Gruß Martin
Re: Damast Weichglühen
von Lenni am 05.03.2017 22:32Servus alle miteinander,
ich wuerde das weichgluehen gerne mal im geregelten Elektroofen probieren wollen. Problem ist das Bohren meiner zukuenftigen Eheringe aus 2842 und 2767. 2842 soll laut Datenblatt bei 680 bis 720 Grad weich geglueht werden nur frage ich mich wie lange die Temperatur gehalten wird und ob ich den Ofen dann einfach aus mache oder schrittweise runterregel?
Ich habs jetzt schon im Schmiedefeuer eimal mit Holzkohle, einmal mit Schmiedekohle und in der aufgewaermten und dann verschlossenen Gasesse probiert. In den ersten Ring habe ich noch bis 10mm bohren koennen, dann war Schluss. Der zweite Ring hat den Bohrer nur zum jaulen, aber nicht zum bohren gebracht. Bis auf den genannten Zwischenerfolg (aus Holzkohle) bekomme ich das Zeug einfach nicht weich. Wuerde mich sehr ueber Tipps freuen. Sonst muss ich doch schnell ne Alternative auftreiben.
Beste Gruesse,
Lennart
Re: Damast Weichglühen
von MesserPaule am 26.03.2014 10:47Serwus,
Ich arbeite Überwiegend mit 1.2842.
und hatte am Anfang das gleiche Problem....
Ich lass meine klinge immer in der esse ausglühen.
Wenn ich mit schmieden Fertig bin Klinge nochmal
auf Hellrot hochheizen und dann einfach Der esse die Luft nehmen.
nach 4-5 stunden Ist das ganze dann abgekühlt und weich.
(Schmiedekoks Isoliert sehr Gut)