"Aufrechte" Gasesse
1 | 2 | » | Letzte
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Älteste Beiträge zuerst ]
Re: "Aufrechte" Gasesse
von Damastschmied am 05.12.2012 18:46Wenn es um Gas geht,warum dann nicht eine "Brennkammerglocke" von Oben absenkbar ,bin ich der Erste der darauf gekommen ist
,wo geht es zum Patentamt
.
Gruß Maik
Re: "Aufrechte" Gasesse
von Mausschmiede am 05.12.2012 13:17@huj
Meinst du nicht, daß er die Bauform "Hochkant" nur deshalb gewählt hat, weil die Flamme zu diffus war / ist mit seiner Art der Verbrennung ???
Ich kann es mit meiner jetzigen Esse nicht ausprobieren, ich denke aber, daß recht viel Energie verloren geht. Die Wärme würde ja sofort nach oben "abhauen".
Zudem: der wärmste Punkt ist ja die Flamme, die wäre dann weit unten.
Würde man den Brenner senkrecht stellen hätte man die beste Chance, jedoch würde die Haube - m.M. - weniger Hitze wie der geschlossene Essenkörper.
Ich denke die "scheinbare Effektivität" an seiner Esse liegt darin, daß er von unten einfach so viel Energie in Form von Öl zuführt, daß es entsprechend aussieht.
Mein gesundes Mißtrauen gegenüber derartigen Beobachtungen / Schilderungen läßt auf jeden Fall die Möglichkeit einer gewissen Ungenauigkeit bei den Verbrauchswerten zu.
z.B. benötigt er 5l/min Druckluft bei 6,5 bar, entsprechend wird das Öl mitgerissen.
Wenn er nur 1/100 Öl im Verhältnis zur komprimierten Luft braucht, braucht er schon 3l / Stunde.
Hier übrigens ein interessanter Link mal nebenbei Ölbrenner Techniken, die erste wäre durchaus nachbaubar.
Hat jemand eine alte Heizung ´rumstehen
In einem Thread hier - ich find den einfach nicht mehr, sorry - hat jemand seinen Gas - Gebläsebrenner gezeigt, den er zum Schmelzen verwendet, so auch entsprechend Energie weghaut, bei dem bräuchte man nicht einmal eine Esse drum für die Wärme.
Grüße aus München
Re: "Aufrechte" Gasesse
von huj am 05.12.2012 12:22@Mausschmiede:
Grundsätzlich jst es genauso wie du sagst.. Öl hat sogar eine höhere Energiedichte als Steinkohle, also da geht schon was.
Das schöne ist halt, Raps und Sonnenblumenöl gibt es für unter ein Euro den Liter überall zu kaufen. Das ist schon praktisch;)
Bezüglich der offenen/senkrechten Gasessen: wäre wirklich toll, wenns mal jemand testen könnte. Einfach die Gasesse hochkant stellen, recht und links vllt ein Ziegel und eine Platte drüber, ist wirklich nicht viel Aufwand, und dann wissen wirs.
@Damastschmed: Der Strumpf ist ja nur ein glühendes Kohlenstoffgeflecht: die Flamme verbrennt dafin Lichtlos, der Strumpf lässt es erst leuchten;)
Diesel lässt sich natürlich problemlos mit dem Feuerzeug entzünden.. Aber die Zündtemperatur ist wirklich nicht das Problem.
Grüße,
Margin
Re: "Aufrechte" Gasesse
von Mausschmiede am 05.12.2012 11:55Also mal grundsätzlich....ist das nicht das Prinzip der altbekannten Ölheizung ?
Öl wird unter Druck (oder durch Sog oder wie auch immer) zerstäubt, mit ausreichend bzw. entsprechender Luft versorgt und dann mittels Piezo / Glühstrumpf / Zündholz / Fackel gezündet.
So viel Unterschied ist ja zu Gasesse vom Prinzip her nicht, das Gas wird bloß schon in unter Druck stehenden Behältern geliefert. Und je feiner die Zerstäubung (ok, natürlich mit Druck- + Düseneinstellung komplexer als die Gasesse) desto eher kommt es an das "Gasverhalten" beim zünden ran. Wird natürlich nie so sauber sein, aber Ölheizungen schaffen trotzdem recht gute Werte.
Das nur zur Technik, über die Form bzw. den Aufbau kann man natürlich diskutieren.
Ich denke, daß aufgrund der Verbrennung des Öls durch seinen "Brenner" bzw. durch die verwendete Technik der Erbauer die "Feuerstelle" überhalb errichtet hat und so die heiße Flamme von unten wärmt, zusammen mit der Thermik.
Ich denke aber auch, daß mit einer richtig eingestellten und zielgerichteten Ölflamme eine Ölesse auch ähnlich einer Gasesse gebaut werden kann, man müßte einen normalen Gebläsebrenner hierfür modifizieren; genauer den Teil der "Gaslanze"
Die flexible Haube darüber ist natürlich eine feine Sache, wie aber im odoo.tv - Beitrag gezeigt würde das auch sehr gut über einer Kohlenesse funktionieren, wieso sollte da so eine "Isolierung" nicht gute Dienste leisten ?
Was meint Ihr ?
Re: "Aufrechte" Gasesse
von Damastschmied am 05.12.2012 10:45Salz,Blei,Zinn usw.
Durchmesser + Isolierung die du dir gönnst

Es soll ja sowas geben,offene Gasessen,ob die was taugen und wie die Energie-Verschwendung aussieht ?.
Aber man kann zB.aus Porenisolier-Steinen die für Keramikbrennöfen genommen werden,auch eine veränderbare Gasesse bauen,in dem einen ist ein Flare,so habe ich in 5-10 min.eine sofort benutzbare Esse gebaut,nur dürfen diese keinen Boraxkontakt haben.
Vielleicht liegt es ja am Strumpf,der ist bestimmt heißer als ein Kat

Kenne mich mit Ölbrenner nicht aus,reicht es wie im Video aus zB.ein Feuerzeug ran zu halten bei Diesel/Heizöl

Ich dachte das man da schon was glühendes braucht oder reicht das zerstäuben aus

Altöl wird vielleicht mehr rauchen aber "Salatöl" hat eine höhere Zündtemperatur.
Gruß Maik
Re: "Aufrechte" Gasesse
von huj am 04.12.2012 20:44Hallo,
ich glaube es gibt ein Missverständnis;)
Man kann bei aufrechter Gasesse, (siehe Link von Mausschmiede), frei geformte Teile erwärmen, egal wie groß im Grunde.
Schörkel und so weiter sind kein Problem. Die Steine, die der Erbauer unter der Haube aufgestellt hat, sind jederzeit wegzunehmen.
Daher ist der Brennraum für Kunstschmiedearbeiten besser geeignet.
Richtig ist, was Klaus gesagt hat, der wirklich heiße Teil der Brennkammer wird nicht genutzt. Wie gut es in der Praxis funktioniert, wäre aber eben interessant, Deshalb frag ich ja, ob jemand es mal testen könnte.
@Klaus: bezüglich der Ölflamme kenn ich mich nicht aus, ich weiß aber, dass z.B. die erwähnte Petroleumlampe weder stinkt noch merklich raucht.
Also denke ich, dass viel vom Brennstoff abhängt. Wer altes Motoröl heizt, wird mehr Probleme haben, als Leute die Sonnenblumenöl verwenden..
P.S: Nicht für ungut, ich wollte dich nur direkt fragen, weil du in Sachen Gasesse ja sehr aktiv bist.
Wie groß ist denn der Brennraum bei einem 60l Faß?
Ich denke ein Problem bleibt meistens: eine 90 Grad Biegung und man ist meist am Ende angelangt :/
@Damastschmied: Was meinst du mit dem Flüssigbad?
Grüße,
Martin
Re: "Aufrechte" Gasesse
von Damastschmied am 04.12.2012 20:26Er hat doch auch nur einen kleinen Brennraum,wo liegt da der Vorteil ?,nur eben bei Öl.
Hochkant benutze ich meine Gasesse auch aber nicht darüber,sondern mit Flüssigbad im Brennraum,darüber mache ich nur Wasser heiß.
Gruß Maik
Klaeus
Gelöschter Benutzer
Re: "Aufrechte" Gasesse
von Klaeus am 04.12.2012 17:44Soweit ich weis braucht ein Altölbrenner Wärmeenergie um das Öl sauber zu verbrennen. Das heißt in der unteren Kammer wird das Öl zerstäubt und durch die Refektionswärme so verdampft und entzündet dass an das Werkstück kein Schmutz mehr kommt.
Bei einem Gasbrenner kannst du die Wärme punktuell direkt über die Flamme bekommen, oder eben über Fläche und Volumen wie es bei unseren Gasessen der Fall ist. Bei einem Aufbau wie im Video würde eine Gasflamme unten in der Kammer rotieren seine meiste Energie abgeben und nur die "Abwärme" würde in der oberen Kammer genutzt werden. Die wirklich heiße Kammer bliebe ungenutzt.
Bei einer nach oben gerichteten Flamme würdest du zumindest riskieren das dein Brenner verschmutzt wird. Der Rückstau würde sich auch stetig ändern. Durch die Haube hättest du auch nicht mehr Platz als in unseren Gasessen.
Was für einen Vorteil siehst du den in einer solchen Gasesse. In dieser Ölesse kann man auch keine größeren Sachen erwärmen wie z.B. in einer unseren Gasessen aus z.B. nem 60l Ölfass.
Ich werde es nicht ausprobieren, ich komme schon seit Wochen nichtmehr in die Schmiede. Und wenn hätte ich 1000 Sachen die ich dringend erledigen müsste.
Re: "Aufrechte" Gasesse
von huj am 04.12.2012 14:42Hallo,
also ein Ventil ist in diesem Bereich in der Petromax ist nicht drin. Nur ein Steigrohr und eine Wendel, die dauernd erhitzt wird.Je nach Brennstoff muss diese Wendel länger oder kürzer ausfallen, bzw. kann ganz weggelassen werden.
Vermutlich müsste sie bei Salatöl relativ lang sein, damit ausreichend erhitzt wird.
Hier ist ein Link, wo sowas umgesetzt ist:
http://www.youtube.com/watch?v=eb3uG8NDFwc
Hier nochmal deutlicher:
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=I1xf5lp_ZnE&NR=1
In wie weit das skalierbar ist, ist eine interessante Frage. Die Videos zeigen ja: Es geht.
Ansonsten folgende Überlegung:
Die Petromax hat ca 1,4kw Wärmeleistung zusätzlich zum Licht.
Zum Schmieden brächte man nach verschiedenen Quellen ja in etwa 15-20 kw.
Die Petromax verbraucht ca 1 Liter Petroleum in 8-10 Stunden, die Essen auf iforgeiron etwa 1-2l Öl pro Stunde.
Also sind wir ungefährt bei einem Größenverhältnis 1:10. Ich könnte mir vorstellen, dass es klappt den Brennstoff genügend zu Überhitzen damit tatsächlich richtig geheizt werden kann. ;)
Aber wie gesagt: Meine Interesse hier lag weniger auf dem Ölbrenner (der sicher interessant ist..), sondern mehr auf der vertikalen Essenkonstruktion, die erlaubt, mehr zu schmieden, als längliche Gegenstände.
Viele Grüße,
Martin
Re: "Aufrechte" Gasesse
von Mausschmiede am 04.12.2012 14:22Das Petromaxprinzip ist interessant, hat bestimmt ein Ventil drin. Das ist logisch, war mir aber so nicht geläufig.
Die Frage ist, ob man es in dem Maßstab anwenden kann, damit ordentlich zu heizen.
Das "ohne Strom" ist natürlich schon sehr elegant.
Klar bräuchte man einiges an Hydraulikdruck, aber selbst kleinere Hydraulikpumpen dürften das hinkriegen, siehe Diesel - Einspritzpumpe Kfz.
Was ich nur meine ist, sein Kompressor hat 150l im Tank. Meiner hat 50l, der liefe also dann ca. alle 10 min, würde ich nicht wirklich toll finden.
Vielleicht würde aber eine geeignete Vergaserdüse den benötigten Druck reduzieren ??